GmbH oder UG? Was Sie bei der Wahl der Rechtsform wissen sollten

Planung ist der Schlüssel zur Selbstständigkeit. Für die Realisierung einer Geschäftsidee ist es wichtig, über die Struktur und Organisation des Unternehmens zu entscheiden.

Inhaltsverzeichnis

Der rechtliche Rahmen, einschließlich der Haftungsfragen, wird durch die Wahl der Rechtsform maßgeblich bestimmt. 

Gründung einer Kapitalgesellschaft

Die GmbH ist in Deutschland eine der am meisten nachgefragten Rechtsformen. Bundesweit wurde die GmbH in 2020 über 50.000 Mal gegründet. Wegen der Haftungsbeschränkungen gründen viele Unternehmer eine GmbH. Die Gesellschafter der GmbH können nur mit dem Vermögen haftbar gemacht werden, das sie in die GmbH eingebracht haben. Die GmbH ist im Ausland hoch angesehen, weil sie Seriosität, Zuverlässigkeit und Verantwortlichkeit vermittelt. Allerdings hat die GmbH auch einige Nachteile: Das vom Gesetzgeber geforderte Mindeststammkapital ist mit 25.000 Euro nicht gerade gering.

Im Jahr 2008 hat der Gesetzgeber mit der Reform des GmbH-Gesetzes (GmbHG) auf das Problem reagiert. Er führte auch die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) in das GmbHG ein. Bei der UG (haftungsbeschränkt) handelt es sich jedoch nicht um eine neue oder zusätzliche Rechtsform. Sie ist eine Unterform der GmbH. Sie wird auch als „Mini-GmbH“ bezeichnet.

Der rechtliche Rahmen, einschließlich der Haftungsfragen, wird durch die Wahl der Rechtsform maßgeblich bestimmt. 

Vorteile UG

Vorteile GmbH

Unterschiede: GmbH vs. UG

Da die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) nur eine Variante der GmbH ist, folgt ihre Gründung dem gleichen Ablauf wie die der GmbH. Die Gründung der UG ist ebenfalls erforderlich. Dazu gehört der Abschluss eines Gesellschaftsvertrages, die notarielle Beurkundung und die Anmeldung zum Handelsregister. Trotz der wesentlichen Gemeinsamkeiten weisen die Gesellschaften folgende Unterschiede auf:

Die Einzahlung des Stammkapitals ist ein wesentlicher Unterschied zwischen der UG und der GmbH. Bei der UG (haftungsbeschränkt) darf das Mindeststammkapital weniger als 25.000 EUR betragen. Die UG (haftungsbeschränkt) kann also bereits mit einem Euro Stammkapital gegründet werden.

GmbH oder UG Was Sie bei der Wahl der Rechtsform wissen sollten

Die Einzahlung des Stammkapitals ist ein wesentlicher Unterschied zwischen der UG und der GmbH. Bei der UG (haftungsbeschränkt) darf das Mindeststammkapital weniger als 25.000 EUR betragen. Die UG (haftungsbeschränkt) kann also bereits mit einem Euro Stammkapital gegründet werden.

Eine weitere Besonderheit der UG (haftungsbeschränkt) ist, dass das Mindestkapital in bar eingezahlt werden muss. Sacheinlagen, wie bei der GmbH, sind nicht zulässig. Die Eintragung ins Handelsregister kann nur erfolgen, wenn das gesamte Stammkapital sofort eingezahlt wurde. Im Gegensatz zur UG (Haftungsbeschränkung) genügt bei der GmbH die Einzahlung der Hälfte des Stammkapitals (12.500 EUR). Das Stammkapital der GmbH ist in voller Höhe, aber nicht sofort fällig.

Bei der UG muss im Krisenfall sofort eine Gesellschafterversammlung einberufen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Gesellschaft in eine drohende Überschuldung gerät. Die GmbH hat eine dreiwöchige Schonfrist.

Nachteile UG

Nachteile GmbH

Der Name der UG (haftungsbeschränkt) muss entweder den Zusatz „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ oder „UG (haftungsbeschränkt)“ enthalten. Eine Abkürzung des Zusatzes „(haftungsbeschränkt)“ ist nicht zulässig. Der Zusatz „Gesellschaft mit beschrankter Haftung“ kann bei der GmbH abgekürzt werden.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen der GmbH und der UG ist die Tatsache, dass nicht alle Gewinne am Jahresende ausgeschüttet werden dürfen. Die UG (haftungsbeschränkt) muss nach Ausgleich möglicher Verluste ein Viertel des Jahresgewinns einbehalten. Erreichen diese Rücklagen 25.000 Euro, kann die UG (haftungsbeschränkt) in eine GmbH (haftungsbeschränkt) umgewandelt werden.

Aufgrund des geringen Stammkapitals ist die UG (haftungsbeschränkt) eine sinnvolle Alternative zur GmbH. Die Interessen des Unternehmers sind jedoch das wichtigste Kriterium bei der Wahl der richtigen Rechtsform. Mit der Einführung der UG (haftungsbeschränkt) hat der Gesetzgeber das Ziel verfolgt, die Gründung einer Kapitalgesellschaft zu vereinfachen. Die UG (haftungsbeschränkt), ist von der Wirtschaft gut angenommen worden und erfreut sich großer Beliebtheit.

Zusammenfassend die Unterschiede zwischen einer UG und einer GmbH

Fazit zur UG

Fazit zur GmbH

Über den Autor

Simon Fritzsche hilft Gründern und Unternehmer seit 2008 auf ihrem Weg in der Selbstständigkeit. Er kennt fast alle Fallstricke und Herausforderungen, die Unternehmensgründungen mit sich bringen und hilft diese zu umschiffen.

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